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Die Erntezeit ist zweifellos einer der aufregendsten Momente für jeden Grower. Nach Wochen oder sogar Monaten intensiver Pflege steht endlich der Lohn der Arbeit bevor. Doch um das Beste aus den Pflanzen herauszuholen, ist eine durchdachte Planung essenziell. Der richtige Erntezeitpunkt, eine fachgerechte Trocknung sowie ein optimales Curing entscheiden maßgeblich über die Qualität der Blüten.
Dieser Leitfaden erklärt detailliert, wie man den idealen Erntezeitpunkt bestimmt, welche Methoden der Trocknung und Verarbeitung es gibt und wie das Curing den Geschmack, das Aroma und die Potenz der Cannabisblüten verbessert.
Viele Anfänger machen den Fehler, ihre Pflanzen zu früh oder zu spät zu ernten. Eine zu frühe Ernte kann zu geringerer Potenz und mangelndem Aroma führen, während eine zu späte Ernte oft zu einem höheren CBN-Gehalt führt, was die Wirkung eher sedierend macht. Es gibt verschiedene Indikatoren, die den optimalen Erntezeitpunkt anzeigen:
Cannabisblüten bestehen aus Brakteen (Hüllblättern) und Kelchen, die sich im Laufe der Blütezeit weiterentwickeln. Mit zunehmender Reife schwellen diese an und werden dichter. Ein klares Zeichen für die Ernte ist, wenn die Blüten ihren maximalen Harzgehalt erreicht haben und sich die Blütenkelche prall und fest anfühlen.
Trichome sind mikroskopisch kleine Harzdrüsen, die Cannabinoide und Terpene enthalten. Ihr Aussehen verändert sich während des Reifeprozesses:
Klar: Die Pflanze ist noch unreif, niedrige Potenz.
Milchig: Optimales Verhältnis von Wirkung und Aroma – dieser Zeitpunkt eignet sich für die meisten Grower.
Amberfarben: Mehr CBN, eine beruhigendere Wirkung, ideal für Indica-Liebhaber.
Am besten überprüft man die Trichome mit einer Lupe oder einem Mikroskop mit mindestens 60-facher Vergrößerung.
Die weißen Härchen auf den Blüten (Pistillen) färben sich mit der Zeit von weiß zu orange oder braun. Ein Richtwert ist, dass etwa 60–80 % der Pistillen verfärbt sein sollten, bevor geerntet wird. Doch allein auf diesen Indikator sollte man sich nicht verlassen – die Trichome geben eine deutlich genauere Einschätzung.
Die Terpene in der Pflanze sorgen für das typische Aroma von Cannabis. In den letzten Wochen der Blüte nehmen die Terpene an Intensität zu. Wenn das Aroma besonders kräftig ist und die Blüten leicht klebrig sind, ist die Erntezeit nah.
Sobald klar ist, dass der perfekte Zeitpunkt erreicht ist, sollten einige Vorbereitungen getroffen werden:
Trocknungsraum vorbereiten: Die Blüten müssen an einem dunklen, gut belüfteten und temperaturkontrollierten Ort getrocknet werden.
Erntewerkzeug bereitlegen: Eine scharfe Schere oder Gartenschere ist unerlässlich, um die Pflanze sauber zu schneiden.
Handschuhe tragen: Vermeidet Harz an den Händen und verhindert Verunreinigungen an den Blüten.
Es gibt zwei gängige Methoden, um Cannabis nach der Ernte zu trimmen – Wet Trimming (Nass-Trimmen) und Dry Trimming (Trocken-Trimmen). Jede hat ihre eigenen Vor- und Nachteile:
Hierbei werden die Blüten direkt nach der Ernte beschnitten, während sie noch feucht sind. Vorteile:
Einfacher zu schneiden, da die Blätter noch weich sind.
Schnellerer Trocknungsprozess.
Weniger Risiko für Schimmel. Nachteile:
Klebriger, harziger Prozess.
Blüten trocknen oft zu schnell, was das Terpenprofil beeinträchtigen kann.
Hierbei werden die Pflanzen erst getrocknet, bevor sie beschnitten werden. Vorteile:
Langsamere Trocknung sorgt für besser erhaltene Aromen.
Weniger klebrige Arbeit. Nachteile:
Schwieriger zu trimmen, da trockene Blätter bröckelig werden können.
Höheres Risiko für Schimmel, wenn die Luftfeuchtigkeit nicht stimmt.
Nach dem Schneiden müssen die Blüten richtig getrocknet werden. Eine zu schnelle Trocknung kann zu einem unangenehmen Geschmack führen, während eine zu langsame Trocknung das Risiko von Schimmel erhöht.
Optimale Temperatur: 18–22 °C
Relative Luftfeuchtigkeit: 55–65 %
Dauer: 7–12 Tage
Belüftung: Leichte Luftzirkulation ist wichtig, jedoch ohne direkte Ventilatorströmung auf die Blüten.
Dunkelheit: UV-Licht kann Cannabinoide abbauen, daher sollte der Raum dunkel sein.
Blüten sind bereit für das nächste Stadium, wenn sich die Äste leicht brechen lassen, anstatt sich zu verbiegen.
Curing ist der Prozess der langsamen Fermentation von Cannabisblüten, um Geschmack, Aroma und Potenz zu maximieren. Unmittelbar nach dem Trocknen sollten die Blüten in luftdicht verschließbaren Gläsern gelagert werden.
Wichtige Schritte beim Curing:
Gläser zu 60–70 % füllen: Dadurch bleibt genug Luft für die Fermentation.
Täglich öffnen (Burping): In den ersten zwei Wochen mindestens einmal täglich für 10–15 Minuten öffnen, um Feuchtigkeit entweichen zu lassen.
Langzeit-Curing: Ein ideales Curing dauert 4–8 Wochen, manche Grower lassen ihre Blüten sogar mehrere Monate reifen.
Das Curing verbessert das Terpenprofil und führt zu einem sanfteren Rauch. Es lohnt sich also, geduldig zu sein!
Die Ernte von Cannabis ist ein entscheidender Prozess, der über die Qualität des Endprodukts entscheidet. Die richtige Bestimmung des Erntezeitpunkts anhand von Trichomen, Pistillen und Terpenprofil ist essenziell. Eine kontrollierte Trocknung und sorgfältiges Curing sorgen dafür, dass die Blüten ihr volles Potenzial entfalten.
Mit der richtigen Vorbereitung und Geduld können auch Anfänger erstklassige, aromatische und potente Cannabisblüten ernten. Happy Harvest!
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